Die ganze Rechnung, nicht nur das neue Logo.
Wer nach Rebranding-Kosten sucht, bekommt meist eine Zahl fürs Design. Die Projektdaten zeigen etwas anderes: Das Design ist nur rund ein Fünftel der Rechnung, die Umsetzung über alle Berührungspunkte frisst etwa die Hälfte. Hier steht die komplette Rechnung, vom Notar bis zum unterschätzten SEO-Risiko, mit Quellen zu jedem Posten.
Mit Brandblizz erstelltDie ehrlichen Spannen
Deutsche Agenturen nennen als Eigenangabe für Kleinunternehmen etwa 10.000 bis 25.000 €, für Mittelständler mit breitem Rollout 30.000 bis über 100.000 €. Ein internationaler Datensatz von rund 1.000 Rebranding-Projekten (Sortlist) zeigt Budgets von 10.000 bis 60.000 Dollar, der Median liegt bei etwa 24.500 Dollar. Am unteren Ende, wenn nur Logo und Erscheinungsbild neu entstehen und der Name bleibt, nennen einzelne Anbieter für Gründer 1.000 bis 3.000 €.
Interessanter als die Spannen ist die Verteilung: Laut den Sortlist-Projektdaten entfallen auf Recherche etwa 5 Prozent, auf Strategie 15, auf das eigentliche Design nur rund 20, und auf die Umsetzung über alle Materialien etwa 50 Prozent. Wer also nur das neue Logo budgetiert, hat vier Fünftel der Rechnung noch nicht gesehen.
Die versteckten Posten, jeder mit Beleg
Formalien und Markenschutz
Notar, Handelsregister und Gewerbeummeldung: je nach Quelle grob 300 bis 800 €. Die neue Marke beim DPMA schützen: 290 € elektronisch inklusive drei Klassen. Die Gebühr verfällt übrigens auch, wenn die Anmeldung zurückgewiesen wird.
Schilder und Außenwerbung
Kleinere Leuchtanlagen nennen Anbieter ab rund 1.000 € inklusive Montage. Was kaum ein Ratgeber erwähnt: Werbeanlagen können einen Bauantrag brauchen, in der Regel rund 287 € plus Verfahren.
Fahrzeuge
Anbieter nennen für eine solide Basisbeschriftung etwa 600 bis 1.400 € netto pro Fahrzeug, Vollfolierungen bis 7.500 €. Bei drei Firmenwagen ist allein die Flotte ein vierstelliger Posten.
Das SEO-Risiko
Der teuerste versteckte Posten: SISTRIX dokumentiert Domainumzüge mit rund 50 Prozent Sichtbarkeitsverlust trotz professioneller Begleitung, ein Mode-Shop verlor 66 Prozent, etwa 37.000 € Umsatz pro Woche. Domainwechsel und Neugestaltung nie gleichzeitig.
Dazu kommt die Liste, die jedes Rebranding still verlängert: Briefpapier, Visitenkarten, E-Mail-Signaturen, Verkaufsunterlagen, Messestände, Arbeitskleidung, Branchenverzeichnisse, Stempel. Und der interne Aufwand, der auf keiner Agenturrechnung auftaucht: Beim Bilfinger-Rebranding waren es laut Projektbericht über 100 Workshops mit 1.400 Teilnehmern. Zur Anschauung im Konzern-Maßstab: Der VW-Logowechsel 2019 bedeutete rund 70.000 Schilder an über 10.000 Betrieben, ein Branchen-Experte schätzte die Kosten auf einen dreistelligen Millionenbetrag, offiziell beziffert wurden sie nie.
Je weniger Berührungspunkte deine Marke schon hat, desto günstiger ist der Wechsel jetzt.
Die Folgerung aus der 20/50-Verteilung: Ein Solo-Business mit Website und Visitenkarten zahlt beim Neuauftritt einen Bruchteil dessen, was dieselbe Änderung in drei Jahren mit Schildern, Flotte und eingeführtem Namen kostet.Wann sich das Geld lohnt, und wann nicht
Die zwei berühmtesten Warnfälle, sauber erzählt: Tropicana führte im Januar 2009 ein neues Packungsdesign ein, die Verkäufe der Kernlinie brachen laut AdAge um 20 Prozent ein, den Schaden bezifferte das Fachblatt auf zweistellige Millionenhöhe, und nach sieben Wochen kehrte die alte Packung zurück. Bemerkenswert daran: Die Wettbewerber wuchsen im selben Zeitraum zweistellig, der Einbruch lag also am Design, nicht am Markt. Gap zog sein neues Logo 2010 nach sechs Tagen Online-Protest zurück; Industrie-Schätzungen gingen bis 100 Millionen Dollar, offiziell wurden die Kosten nie beziffert.
Die deutsche Bilanz zeigt beide Richtungen: Raider wurde 1991 zu Twix und wuchs weiter, getragen von einer massiven Umstellungs-Kampagne. KarstadtQuelle wurde 2007 zu Arcandor und war zwei Jahre später insolvent, Oerlikon kehrte nach teurem Ausflug zum Namen Unaxis wieder zum alten Namen zurück. Das Muster: Ein Rebranding verstärkt eine funktionierende Strategie, es repariert keine kaputte. Erst der Anlass-Check, dann der Kosten-Check.
Mit Brandblizz erstelltDas größte Rebranding-Risiko ist der Blindflug: erst zahlen, dann sehen. Bei Brandblizz drehst du die Reihenfolge um und siehst mehrere Logo-Konzepte deiner Marke fertig angewendet, bevor du dich festlegst.
Demo-Marke HeilraumDer günstigste Zeitpunkt ist vor dem Wachstum
Für Solo-Selbständige und kleine Teams heißt die 20/50-Regel umgedreht: Solange deine Marke aus Website, Profilen und Drucksachen besteht, ist ein kompletter Neuauftritt überschaubar. Bei Brandblizz kostet die komplette Marke einmalig 249 €: Logo, Farbsystem, Schriften, Markenstimme, Strategie und Brand Guide, und du siehst den kompletten Markenentwurf kostenlos, bevor du entscheidest. Was die einzelnen Bausteine sonst kosten, zeigen der Logo-Kosten-Guide und der Überblick zu den Corporate-Design-Kosten.
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